SEIDENSTRASSE

SEIDENSTRASSE - DIE ALTE - DIE NEUE


Die frühen Handelsrouten, die den fernen Osten mit Europa verbanden, waren jahrhundertelang die Lebensadern der Welt. Und das sollen sie mit dem Projekt „Neue Seidenstraße“ wieder werden. Die asiatischen Staaten   - allen voran China als Motor - investieren Geld in schwindelerregender Höhe. Asien bewegt sich auf den Westen zu.

ONE BELT - ONE ROAD


Bundesverband Neue Seidenstraße Initiativen

Tagesschau:

Chinas Plan für 2049

ZDF-Reportage

Chinas Griff nach Westen

Handelsblatt:

Chinas Marsch nach Westen

magazin für kunst kultur kontakte

Peking, Delhi, Islamabad, Riad, Moskau … die Regierungen stellen die Weichen. China will mit dem Mega-Projekt die Handelsbeziehungen und natürlich seine Wirtschaftsmacht erweitern und nimmt als Konzeptvorlage die historische Route. Die Belt-and-Road-Initiative bezieht sich auf den geografischen Raum des bereits in der Antike bestehenden Handelsweges „Seidenstraße“. Die Bezeichnung passt nur teilweise, denn natürlich wurden weitaus mehr Waren und Güter als nur Seide gehandelt.

Investitionen in Seehäfen, in Flughäfen, aber auch in Kranken-häuser und kulturelle Einrichtun-gen in einer gigantischen Höhe von bis jetzt 900 Milliarden Dollar sind geplant. Immer wieder ist die Rede von „Wohlstand für Alle” und von einer „friedenstiftenden Mission“.


Die Kaufleute der Polo-Familie - der 17-jährige Marco Polo war einer von ihnen - bereisten die Seidenstraße mehrere Jahre. Viele wissen um die abenteuerlichen Erzählungen des Kaufmannssohnes Marco Polo.


Im Jahr 1271 brach die Kaufmannsfamilie von Italien auf. Im Jahr 1275 erreichten sie den Palast des chinesischen Kaisers Kublai Khan. Marco Polo wurde sein Berater und der Kaiser erlaubte ihm, durch China zu reisen. 17 Jahre lang war Marco Polo des Kaisers Berater, bevor er nach Italien zurückkehrte.


Vier Jahre brauchte der wagemutige Venezianer mit seinem Vater und Onkel für die beschwerliche Reise zum mongolischen Großmogul Kublai Khan. Drei Jahre dauerte die ebenso gefährliche Heimreise nach Venedig, die längste Strecke wurde auf dem Seeweg zurückgelegt. Zwischen Aufbruch und Heimkehr lagen 20 Jahre am Hofe des Großmoguls, der Marco Polo ungern wieder ziehen ließ.

Seit 2013 hat der chinesische Staats-präsident Xi Jinping die Wiederbelebung dieses antiken Handelsweges unter dem knappen Titel "One Road - One Belt" zum wichtigsten strategi-schen Projekt seiner Amtszeit erkoren.


China treibt außerhalb seines Staatsgebietes in Asien und Europa das Projekt mit einem unglaublichen Investitionsvolumen voran, in den nächsten Jahren soll es fast eine Billion Euro werden, die die asiatischen Investoren in den Ausbau des Handelsweges investiert oder als Kredit vergibt.


124 Länder haben die Kooperations-vereinbarungen bereits unterzeichnet. Dabei sind auch EU-Staaten wie Italien, Griechenland, Polen und Ungarn. Dem afrikanischen Kontinent sagt China neue Milliardenkredite zu.


Eine gute Zusammenarbeit mit Europa ist eines der Ziele, die Handelsbeziehungen zwischen beiden Seiten soll durch das Seidenstraßen-Projekt verbessert werden

Kritikern und Zweiflern begegnet der Initialzünder China mit der Antwort, dass wohl noch nicht alle die guten Absichten des Projektes verstanden hätten, denn „One Belt - One Road” hat sich Frieden, Zusammenarbeit, Offenheit, Inklusion und Förderung des allgemeinen Wohlstands auf die Fahnen geschrieben.

Das „Handelsblatt“ schreibt: „Anders als früher die Sowjetunion erhebt Peking nicht den Anspruch, die eigene Ideologie in alle Welt zu exportieren. Aber die chinesische Parteiführung möchte das eigene System auch nicht mehr gegenüber dem Westen rechtfertigen müssen.“


Das Projekt „Neue Seidenstraße“ will die ökonomische Vormachtstellung in Asien, Afrika und Europa so festigen, dass es für Staaten entlang der Straße keine realistische Option mehr sei, sich wegen Menschenrechtsverletzungen oder Spionagevorwürfen von Peking abzuwenden. Einige Involvierte fordern in ihren Reden, die Wirtschaft müsse sich „entpolitisieren“. Ist aber nicht das Eine mit dem Anderen verwoben?

Was hat das

mit Kunst zu tun?

Noch nicht viel, denn in den Publikationen, in den Medienberichten und manchmal in den Vortragsreden kommt zwar das Stich-wort „Kultur“ vor, doch handelt (!) es sich bei den geplanten Projekten vorwiegend um Güter und Dienstleistungen aller Art.


Wirtschaft unter Erwachsenen kann gut gehen. Aber vergessen wir nicht die Heranwachsenden. Kinder und Jugendliche von heute sind die Erwachsenen von morgen. Sie werden in der Zukunft ein Teil der Gruppe sein, die den Handel, den Austausch von Know How, den Wettbewerb zwischen Forschung und Bildung mit entwickelt und gestaltet.

Die Kids von heute werden in zehn bis dreißig Jahren die viel gepriesene Offenheit gegenüber anderen Kulturen nicht nur theoretisch akzeptieren - sie werden sie leben. Wenn … ja, wenn sie darauf vorbereitet sind und zwar ohne Diktion von „oben” oder aufgrund oberflächlich-trendigem Toleranzgehabe.

Was kann mehr friedvolle Verbindungen unter den Menschen stiften als die „Straße Kunst“?

Wer heute als Heranwachsende/r an fremde Kulturen herangeführt wird, die/der wird sich zu gegebener Zeit in Geschäften mit den Anrainern der neuen Seidenstraße und diese mit ihren Partnern im Westen leichter tun, zum Vorteil beider.



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